COVID-19: Vorgaben & Empfehlungen zur Probentätigkeit und Vereinsaktivitäten / Version 2 vom 23.09.2020

Geschätzte VVF-Vereine!

In den letzten Tagen hat die Bundesregierung, aufgrund der steigenden Infektionszahlen, zwei Mal die Covid19-Lockerungsverordnung geändert. Mit der letzten Novellierung Nr. 407/2020 gibt es einige markante Verschärfungen in den einzelnen Bereichen der nun bezeichneten „COVID-19-Maßnahmenverordnung“. Zu den bundesweiten Bestimmungen gehen die Maßnahmen des Landes (Corona-Ampel) einher. Aufgrund der neuen Situation war der Landesverband in Koordination mit dem Land Vorarlberg angehalten, das Mitte August veröffentlichte MEMO zur Probentätigkeit, erneut zu adaptieren. Der Punkt Vereinsausflüge wurde aus gegebenem Anlass neu in das Memo eingearbeitet. Wir ersuchen die Vereine dringend um Kenntnisnahme, zumal aktuell (siehe rigorose Bestimmungen) von größeren sozialen Kontakten Abstand zu nehmen ist.

Aus der COVID-19-Maßnahmenverordnung dürfen wir den betreffenden VVF-Vereinen einige Informationen zur Umsetzung in der Praxis mit auf den Weg geben. Die Abhaltung von Trainings von Personengruppen einer Garde sind in der Maßnahmenverordnung dem fachspezifischen Bereich „Sport“ angegliedert.

Gardetraining:

Beim Betreten Sportstätte, muss ein Abstand von einem Meter zu haushaltsfremden Personen eingehalten und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Bei der Sportausübung selbst muss der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden. Wo möglich, sollte er jedoch trotzdem eingehalten werden.

Bei der Sportausübung muss auch kein Mund-NasenSchutz getragen werden. Bei der Ausübung von Sportarten, bei deren sportartspezifischer Ausübung es zu Körperkontakt kommt, im Rahmen von Vereinen oder auf nicht öffentlichen Sportstätten, hat der Verein oder der Betreiber der Sportstätte ein COVID-19-Präventionskonzept zur Minimierung des Infektionsrisikos auszuarbeiten und umzusetzen.

Dieses COVID-19-Präventionskonzept hat zumindest folgende Themen zu beinhalten:

1. Verhaltensregeln von Sportlern, Betreuern und Trainern,

2. Vorgaben für Trainings- und Wettkampfinfrastruktur,

3. Hygiene- und Reinigungsplan für Infrastruktur und Material,

4. Regelungen zum Verhalten beim Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion.

Das COVID-19-Präventionskonzept kann auch ein datenschutzkonformes System zur Nachvollziehbarkeit von Kontakten im Rahmen von Trainingseinheiten und Wettkämpfen wie beispielsweise ein System zur Erfassung von Anwesenheiten auf freiwilliger Basis beinhalten.

Weiters ist zu beachten, dass gemäß § 10 Abs. 2 der COVID-19-Maßnahmenverordnung indoor grundsätzlich max. 10 Personen zulässig sind. Bei Mannschaftssport ist die zulässige Zahl der Teilnehmer auf die für die jeweilige Sportart erforderliche Anzahl von Teilnehmern sowie allfälligen zusätzlich erforderlichen Personen (Bsp.: Trainer) beschränkt.

Wir empfehlen aktuell in Koordination mit dem Land Vorarlberg (Abteilung Sanitätsangelegenheiten), dies kann sich in den kommenden Wochen allerdings durch eine Zunahme der Infektionen ändern, folgende präventive Maßnahmen beim Gardetraining zu beachten.

  • Erstellung eines Präventionskonzeptes, wo es erfahrungsgemäß beim Einstudieren der Tänze zum Körperkontakt kommt. Zweckdienliche Hinweise zur Erstellung der Unterlage gibt es auf der Webseite des Landes Vorarlberg unter „Vereine & Corona“, auf der Webseite der Sport Austria sowie der Webseite des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, Öffentlicher Dienst und Sport.
  • Die Bildung von fixen Gardeteams und die Erfassung der personenbezogenen Daten im Verein war auch schon in der Vergangenheit ein Thema. Während der Pandemie hat dieser Vorgang eine hohe Relevanz um ggf. eine Infektionskette rasch nachvollziehen zu können.
  • Zudem stellen die Bereitstellung einer Desinfektionsmöglichkeit, die Abhaltung des Gardetrainings in einem großem Raum (Turnhalle), sowie die regelmäßige Zuführung von Frischluft, geeignete Hygienemaßnahmen dar.
  • Gardemitglieder (m/w) die sich gesundheitlich nicht wohl fühlen (dies kann gerade im Herbst auch u.a. eine Erkältung sein), sollen vom Training bis zur vollständigen Genesung Abstand nehmen!
  • Sollte bei den Trainingseinheiten ein Infektionsverdacht auftreten ist die betreffende Person in einem eigenen Raum abzusondern. Die Kontaktaufnahme mit der Gesundheitshotline 1450 ist dabei unabdingbar.

Was die Probentätigkeit von Schalmeien, Gugga, Fanfaren udgl. betrifft, finden sich die aktuellen Vorgaben in § 10 der Maßnahmenverordnung. In diesem Bereich wird grundsätzlich keine näherführende Dokumentation (Präventionskonzept) benötigt. Die weiteren oben ausgeführten Punkte sind allerdings auch bei der Abhaltung von musikalischen Proben in der Narretei zweckdienlich.

Musikgruppen:

Beim Betreten der Probenstätte muss ein Abstand von einem Meter zu haushaltsfremden Personen eingehalten werden und es sollte ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Bei der Teilnahme an der Probe muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, der Meterabstand zu haushaltsfremden Personen muss jedoch eingehalten werden, sofern nicht durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert wird.

Vereinsausflüge:

Bei Ausflügen von Vereinen sind die Höchstgrenzen von 10 Personen indoor und 100 Personen outdoor zu berücksichtigen. Es ist stets ein Abstand von einem Meter zu haushaltsfremden Personen einzuhalten sowie ein Mund-Nasen-Schutz indoor zu tragen. Für die Anfahrt in Fahrgemeinschaften ist zu berücksichtigen, dass in jeder Reihe nur 2 Personen sitzen dürfen.

Aktuelle Infos zu Corona und der Umsetzbarkeit in der Praxis, sprich im Vereinsbetrieb, gibt es jederzeit auf der Webseite www.vorarlberg.at. An dieser Stelle verweisen wir erneut auf die eigens eingerichtete Hotline für Vereine/Veranstalter unter 05574 1450 1. Zudem können aktuelle Fragen betreffend der Erreichung des Vereinszweckes in Zeiten von Corona, an das Büro für Freiwilliges Engagement und Beteiligung unter Tel. 05574 511 20605 od. Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerichtet werden.

Für den Landesverband

e.h. Michel Stocklasa
Verbandspräsident

 

Als Download die aktuelle COVID 19 Lockerungsverordnung mit Stand vom 22.09.2020

Verdienter Bludenzer Ehrenzunftrat und Ehrenringträger der Funkenzunft, Ferdinand Koch verstorben:

Anfang der 50iger startete der Verstorbene sein närrisches und umfängliches Wirken bei der Funkenzunft Bludenz. Die Fasnat im „Städtle“ und damit verbunden die Brauchtumspflege standen für den langjährigen Zunftrat und „Jörimeister“ im Fokus des freiwilligen Engagements. Ferdinand Koch, als verdiente Persönlichkeit der Vorarlberger Narretei, ist nach einem langen und glücklichen Leben am 5. September 2020 friedlich eingeschlafen.

Ruhe in Frieden!

 

Landesnarrentag pausiert in Zeiten von Corona

Landesnarrentag 2021

Die 39. Auflage des närrischen Großevents, als offizielle Auftaktveranstaltung, war für Anfang Januar 2021 in Lustenau terminisiert. Anlassgegeben ist eine Durchführung in der bekannten Form leider nicht möglich.

Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Denn der der Landesnarrentag markiert für den Verband Vorarlberger Fasnatzünfte und –Gilden (VVF) einen großen Höhepunkt zum offiziellen Auftakt in die Saison, zumal dieser das kameradschaftliche Treffen der im VVF integrierten Organisationen darstellt. Derzeit gehören der landesweiten Interessensvertretung über 150 Vereine und Gruppierungen an. Bereits zwei Mal (2013 und 2016) fungierten die Rhin-Zigünar Luschnou als Ausrichter der Großveranstaltung, die jährlich tausende Aktive und Besucher ganztägig auf den Plan ruft. Am Sonntag, den 10. Januar 2021 wäre nun die 39. Auflage des närrischen Spektakels erneut in Lustenau auf dem Programm gestanden. Ohnehin schon ambitioniert, zumal die Vorbereitungszeit rund ein Jahr in Anspruch nimmt. 

Schutz- und Hygienebestimmungen

Aus zeitökonomischer Sicht mussten die Verantwortlichen nun zum Ende der Haupturlaubszeit eine Entscheidung treffen. „Mit den zusätzlichen Schutz- und Hygienebestimmungen und der unsicheren Entwicklung müssen wir als Ausrichter von einer Durchführung absehen“, bringt Klaus Spiegel seitens des Rhin-Zigünar-Präsidiums auf den Punkt. Auch die Landesorganisation verweist nach der Sitzung des engsten Stabs vom 31. August auf eine Situation, die es in der 40-jährigen Verbandsgeschichte so nicht gegeben hat. 

Landesnarrentag abgesagt

„Beim Narrentag gibt es facettenreiche Veranstaltungsphasen in geschlossenen Räumen und großvolumige Darbietungen im Rahmen der Straßenfasnat. Beides in Einklang mit den gegebenen Covid-19-Normierungen zu bringen ist derzeit leider nicht möglich“, konstatiert VVF-Präsident Michel Stocklasa. Dies bedingt nun auch seitens des Landesverbandes die Absage zum Narrentag 2021 in der bis dato bekannten Form. „Bei diesem Großevent mit einer enormen Personenfrequenz von Jung bis Alt gilt die Fairness und die Verhältnismäßigkeit, gerade während der Pandemie, gegenüber allen Beteiligten“, so Stocklasa.

Kleinstrukturierte Formate

Der Verband Vorarlberger Fasnatzünfte und –Gilden (VVF) weist aber darauf hin, dass damit die kommende Fasnat nicht obligatorisch abgesagt ist. Denn hier handelt es sich um ein Schwellenfest zur Fastenzeit, das mit unterschiedlichsten Bräuchen im Jahreskreis gefeiert wird. Die Tendenz zeigt aktuell, dass die „Volksfasnat“ in der bekannten Form wohl nicht möglich sein wird. Somit geht es um kleinstrukturierte Formate als Alternative, zumal die Narretei in Vorarlberg einen hohen Stellenwert einnimmt und bis dato generationsübergreifend im ganzen Land zelebriert wurde.   

Närrische Akzente

Die Formierung von närrischen Akzenten bedingt allerdings auch die konkrete Abwägung der gegebenen Situation (Infektionszahlen, örtliche Gegebenheiten, Auflagen und geltende Schutzmaßnahmen, organisatorische, personelle und finanzielle Erfordernisse). Gewiss für die freiwillig Engagierten ein ambitioniertes Unterfangen, zumal derzeit eine haltbare Prognose für die närrische Hochphase 

im Januar und Februar 2021, nicht möglich ist. Letztendlich geht es wie bisher um die „Sorgfaltspflicht“ und in Zeiten von Corona um weit mehr Auflagen, samt Bewertung der möglichen Risiken, im bürgerschaftlichen Engagement. Letztendlich betrifft „Corona“ weiterhin alle Lebensbereiche und ist somit bis dato stetiger Begleiter.  

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Rhin-Zigünar-Luschnou für das Ansinnen, den Landesnarrentag als geschätzten Brauch in der Vorarlberger Narretei, wieder in die größte Marktgemeinde Österreichs zu holen! Merci, für das bis dato verbundene Engagement! 

Euer VVF-Team